28.05.2020

10 Jahre Frauentage Eggenburg: Ein Jubiläumstag voller Haltung, Stimme und Identität

Porträt von Erika Pluhar, die im Rahmen des 10‑Jahr‑Jubiläums der Frauentage Eggenburg ihre ‚Best Of‘‑Show präsentierte

Am 7. März 2020 feierten die Frauentage Eggenburg ihr zehnjähriges Bestehen – mit einem Programm, das die Themen des Jubiläums auf den Punkt brachte: Macht, Diskurs und Identität. Ein Nachmittag voller Denkanstöße, gefolgt von einem Abend, der mit Erika Pluhar eine der prägendsten Künstlerinnen Österreichs auf die Bühne brachte.

Podiumsdiskussion: „Macht – Diskurs – Identität“

Im Raiffeisensaal versammelten sich Frauen aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten, die eines gemeinsam haben: Sie gestalten, prägen und verändern.

  • Dr.in Andrea Wukovits – Familienrechtsexpertin, Impulsvortrag
  • Erika Pluhar – Schauspielerin, Autorin
  • Karoline Schager – Bauingenieur‑Studentin
  • Helga Bernold – Rinderzüchterin
  • Moderation: Mag.a Waltraud Langer – Chefredakteurin ORF‑TV‑Magazine

Dr.in Wukovits eröffnete mit einem Impulsvortrag über Machtstrukturen im Alltag und im Rechtssystem. In der anschließenden Diskussion wurde klar: Macht ist kein abstrakter Begriff, sondern ein alltägliches Gefüge aus Rollen, Erwartungen und Möglichkeiten. Die Frauen sprachen über berufliche Herausforderungen, gesellschaftliche Zuschreibungen, Selbstbestimmung und darüber, wie Identität entsteht – und verteidigt wird.

Ein intensiver, ehrlicher, inspirierender Nachmittag, der das Jubiläum würdig eröffnete.

Erika Pluhar: „The Best Of“ – Ein Abend voller Stimme, Haltung und Poesie

Am Abend folgte der zweite Höhepunkt: Erika Pluhar gratulierte den Frauentagen Eggenburg mit einer persönlichen „Best Of“-Show. Gemeinsam mit Gitarristin Zsófia Boros, Meisterin der leisen, intimen Töne, präsentierte Pluhar Texte, Lieder und Gedanken aus mehreren Jahrzehnten ihres künstlerischen Schaffens.

Ihre Stimme – warm, klar, unverwechselbar – füllte den Saal. Ihre Worte – poetisch, politisch, persönlich – berührten das Publikum tief. Ein Abend, der zeigte, wie sehr Kunst Identität formen kann und wie kraftvoll eine Frau wirkt, die seit Jahrzehnten Haltung zeigt.